Angebot

Traumatherapie online.
Traumasensible Begleitung, ortsunabhängig.

Für Erwachsene, deren frühere Erfahrungen, Schutz- und Beziehungsmuster im heutigen Leben weiterwirken – auch dann, wenn sich kein einzelnes Ereignis benennen lässt.

Ausgangspunkt

Wie frühere Erfahrungen heute noch nachwirken können.

Trauma ist selten nur ein einzelnes dramatisches Ereignis. Häufig geht es um das, was über längere Zeit gefehlt hat, oder um Situationen, in denen Schutz, Resonanz und Verlässlichkeit nicht verfügbar waren.

Erfahrungen wirken dort weiter, wo sie kaum bewusst präsent sind: im Nervensystem, in emotionalen Reaktionen, in Beziehungen, in der Selbstwahrnehmung, im Umgang mit Grenzen, Vertrauen und Stress – und in Coping- und Schutzstrategien, die einmal sinnvoll waren.

Dass Sie sich in solchen Beschreibungen wiedererkennen, bedeutet nicht automatisch, dass eine Traumafolgestörung vorliegt. Es bedeutet zunächst nur, dass Ihr System sich an etwas angepasst hat.

Mögliche Erfahrungen

Woran sich Menschen in dieser Arbeit häufig wiedererkennen.

Anspannung, die nicht nachlässt

Chronischer Stress, wiederkehrende Überforderung, ein Körper, der auch in ruhigen Phasen wachsam bleibt.

Reaktionen, die größer sind als der Anlass

Emotionale Überreaktionen, plötzliche Scham, Angst oder Ärger – und danach Unverständnis über sich selbst.

Erstarrung oder Abschalten

Kein Zugang mehr zu Gefühlen, innere Leere, Distanz zu sich selbst, funktionieren ohne Beteiligung.

Nähe und Vertrauen

Schwierigkeiten mit Vertrauen, wiederkehrende Beziehungsmuster, starke Anpassung, Grenzen kaum spürbar.

Bindungs- und Entwicklungstrauma

Erfahrungen in frühen Beziehungen, komplexe Traumafolgen, ein hohes Kontrollbedürfnis als verlässlicher Schutz.

Coping, das Kraft kostet

Muster, die früher notwendig waren – Leistung, Kontrolle, Rückzug, Konsum – und heute zunehmend teuer werden.

Selbstberuhigung

Wenn Konsum eine regulatorische Funktion bekommt.

Substanzen oder wiederkehrende Verhaltensweisen können eine Aufgabe übernehmen: Anspannung reduzieren, Gedanken leiser werden lassen, Gefühle dämpfen, Leere aushalten, innere Unruhe regulieren, aktivieren, abschalten oder kurzfristig ein Gefühl von Kontrolle erzeugen.

Das bedeutet nicht, dass Konsum durch Trauma entsteht. Es bedeutet, dass problematischer Konsum häufig verständlicher wird, wenn wir ihn als Versuch der Selbstberuhigung betrachten – und nicht als Charakterfrage.

Die therapeutische Frage lautet deshalb nicht nur: Wie bekomme ich dieses Verhalten weg? Sondern auch: Welche Funktion erfüllt es – und welche anderen Möglichkeiten zur Selbstregulation können allmählich entstehen? Bei diagnostizierter oder ausgeprägter Suchterkrankung ist ein spezialisiertes suchtmedizinisches oder suchttherapeutisches Setting der passende Rahmen.

Perspektive

Was möglich werden kann.

Ohne Heilversprechen, aber mit einer klaren Richtung: Es geht darum, Zusammenhänge zu verstehen, statt sich für eigene Reaktionen zu verurteilen.

Frühere Wahrnehmung

Innere Zustände erkennen, bevor sie die Situation bestimmen – und Bedürfnisse deutlicher unterscheiden.

Mehr Regulation

Zusätzliche Möglichkeiten der Selbstregulation entwickeln, statt auf bisher notwendige Copingstrategien angewiesen zu sein.

Grenzen

Grenzen wahrnehmen, benennen und kommunizieren, ohne dass es Überwindung des ganzen Tages braucht.

Schutzreaktionen verstehen

Automatische Reaktionen als Logik erkennen – und dadurch mehr Wahlmöglichkeiten in belastenden Situationen haben.

Nähe und Distanz

Beziehungen differenzierter erleben und Nähe wie Distanz bewusster gestalten.

Anderer Umgang mit Stress

Belastung bleibt Teil des Lebens – verändert sich aber in dem, was sie mit Ihnen macht.

Format

Traumatherapie online – was dieses Format ermöglicht.

Sie arbeiten aus einer vertrauten Umgebung heraus, ortsunabhängig und mit Kontinuität – auch bei häufigen Reisen oder einem Wohnort außerhalb Berlins. Wir arbeiten mit den körperlichen, emotionalen und relationalen Reaktionen, die in der Sitzung gerade auftauchen, und Erkenntnisse lassen sich unmittelbar in den Alltag integrieren, in dem sie wirksam werden sollen.

Online heißt nicht informell: Der therapeutische Rahmen bleibt verlässlich – feste Termine, 100 Minuten, ab drei Sitzungen, weitere Termine individuell nach Bedarf. Vor Ort in Berlin-Mitte ist weiterhin möglich, wenn das für Sie passender ist.

Online-Arbeit ist nicht grundsätzlich besser als Arbeit vor Ort. Nicht jede Situation ist für ein Online-Setting geeignet; die Passung klären wir individuell, und das kostenlose Erstgespräch dient auch genau dieser Frage.

Ein ruhiger Hinweis zur Abgrenzung: Dieses Setting ist nicht für akute psychiatrische Krisen oder Situationen geeignet, die intensive psychiatrische, medizinische oder stationäre Versorgung erfordern. Diagnostizierte tiefgreifende Persönlichkeitsstörungen liegen außerhalb dieses Angebots, bei schwerer oder diagnostizierter Suchterkrankung ist eine spezialisierte Behandlung der richtige Weg.

Häufige Fragen zur Traumatherapie online

Was Menschen vor einer traumasensiblen Begleitung am häufigsten wissen möchten.

Ein erster Schritt genügt.

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir Ihr Anliegen und ob eine traumasensible Begleitung – online oder vor Ort – für Sie sinnvoll ist.

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