Erstgespräch
Was passiert im kostenlosen Erstgespräch?
+
Wir lernen uns 20 Minuten online kennen. Sie schildern, was Sie beschäftigt – ich erkläre, wie ich arbeite. Am Ende entscheiden Sie in Ruhe, ob und wie es weitergehen soll. Es gibt keinen Verkaufsdruck.
Erstgespräch
Muss ich mich auf das Erstgespräch vorbereiten?
+
Nein. Es reicht, wenn Sie da sind. Was sich aussprechen lässt, lässt sich aussprechen – alles andere kommt mit der Zeit.
Erstgespräch
Was, wenn ich nicht genau weiß, was mein Anliegen ist?
+
Das ist völlig in Ordnung. Viele Menschen kommen mit einem diffusen Gefühl, dass etwas nicht stimmt – nicht mit einer klaren Formulierung. Das Erstgespräch ist auch dazu da, das Diffuse etwas klarer werden zu lassen.
Zusammenarbeit
Wie häufig finden Sitzungen statt?
+
Üblicherweise wöchentlich oder im zweiwöchigen Rhythmus. Wir wählen das Tempo gemeinsam, je nachdem, was Ihrem System gerade dienlich ist.
Zusammenarbeit
Wie lange dauert eine Begleitung?
+
Das hängt vollständig von Ihrem Anliegen ab. Manche Themen klären sich in wenigen Sitzungen, andere brauchen einen längeren gemeinsamen Weg. Wir überprüfen den Rahmen regelmäßig gemeinsam.
Zusammenarbeit
Sind Online-Sitzungen genauso wirksam wie Präsenz?
+
Ja – wenn der Rahmen passt. Viele Klient:innen arbeiten aus guten Gründen online und berichten von intensiven Prozessen. Vor Ort treffen wir uns in Berlin-Mitte.
Zusammenarbeit
Kann ich zwischen Online und Präsenz wechseln?
+
Ja. Der Rahmen darf sich an Ihr Leben anpassen – nicht umgekehrt.
Kosten
Was kosten die Sitzungen?
+
Honorare variieren zwischen pro bono und 290,- für 100 Minuten. Ich bespreche die Konditionen transparent im Erstgespräch – abhängig vom Format (Einzelsitzungen, Intensivpakete, Unternehmenskontext), der Häufigkeit der Sitzungen und Ihrem sozioökonomischen Hintergrund finden wir gerne eine faire Lösung mit möglicher Ratenzahlung und steuerlichen Vorteilen für Sie.
Kosten
Gibt es reduzierte Konditionen?
+
Absolut. In einzelnen Lebenssituationen ist eine sozialverträglich reduzierte Vereinbarung möglich. Bitte sprechen Sie mich einfach offen darauf an. Ich gehe damit sachlich und ohne Rechtfertigungsdruck um.
Kosten
Übernimmt die Krankenkasse?
+
Meine Arbeit ist eine Selbstzahlerleistung und keine Kassenleistung.
Methoden
Ist das Therapie oder Coaching?
+
Weder noch in der üblichen Form. Ich verbinde therapeutische Tiefe mit beratenden Elementen – und behalte die neurobiologische Realität Ihres Erlebens als roten Faden.
Methoden
Arbeiten Sie mit einer bestimmten Methode?
+
Ich arbeite integrativ, mit interpersoneller Neurobiologie als konzeptioneller Grundlage. Konkrete Werkzeuge wähle ich nach dem, was Ihr System gerade braucht – nicht nach Methodenlehre.
Methoden
Wird viel geredet oder auch körperlich gearbeitet?
+
Beides. Sprache ist ein Werkzeug, der Körper ein anderes. Ich achte darauf, dass wir nicht ausschließlich auf der kognitiven Ebene bleiben – dort, wo viele Muster bereits erkannt, aber nicht verändert sind.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Was bedeutet interpersonelle Neurobiologie?
+
Eine Rahmentheorie, die davon ausgeht, dass Erleben, Beziehungen und Nervensystem nicht getrennt betrachtet werden können. Sie verbindet Erkenntnisse aus Neurowissenschaft, Bindungsforschung und Entwicklungspsychologie zu einem gemeinsamen Bild vom Menschen.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Wie evidenzbasiert ist Ihre Arbeit?
+
Die konzeptionellen Grundlagen sind wissenschaftlich fundiert. Meine Arbeit ist trotzdem keine Studie anhand von Datenpunkten – sie ist ein Prozess zwischen zwei Menschen. Beides gehört zusammen.
Trauma
Muss ich bereits wissen, ob ich „traumatisiert“ bin?
+
Nein. Der Begriff Trauma ist inflationär geworden und wird oft missverstanden. Wir arbeiten mit dem, was tatsächlich in Ihrem System wirksam ist – mit oder ohne Etikett.
Trauma
Werde ich alles noch einmal durchleben müssen?
+
Nein. Wirksame Arbeit mit Trauma bedeutet ausdrücklich nicht, Erlebtes zu wiederholen. Sie bedeutet, das Nervensystem in die Lage zu versetzen, mit dem umzugehen, was einmal war – im heutigen Erleben.
Stress
Ich funktioniere doch – ist das schon relevant?
+
Funktionieren ist keine Diagnose von Gesundheit. Viele Menschen kommen genau deshalb, weil sie funktionieren, aber innerlich das Gefühl haben, nicht mehr wirklich anwesend zu sein.
Beziehungen
Was, wenn mein Thema eigentlich eine andere Person ist?
+
Wir arbeiten immer mit Ihnen, nicht mit der anderen Person. Aber wir schauen sehr genau darauf, welche Muster Sie in Beziehung wieder und wieder in dieselbe Position bringen.
ADHS
Arbeiten Sie mit ADHS?
+
Ja. Ich behandle ADHS nicht als etwas, das repariert werden muss, sondern als eine bestimmte Art, wie ein Nervensystem organisiert ist. Wir arbeiten daran, was dieses System braucht, um regulierter und tragfähiger zu sein.
Missverständnisse
„Ich verstehe meine Muster – warum kommen sie trotzdem wieder?“
+
Weil Verstehen und Verändern zwei unterschiedliche Vorgänge sind. Kognitives Verstehen findet im Kortex statt. Muster sind aber im Nervensystem gespeichert. Erst wenn beides zusammenkommt, ändert sich das Erleben nachhaltig.
Missverständnisse
„Reicht es nicht, darüber zu sprechen?“
+
Sprechen ist wichtig – aber nicht ausreichend. Was nur gedacht und gesprochen wird, verändert das Nervensystem nur eingeschränkt. Deshalb arbeiten wir zusätzlich mit Körperwahrnehmung, Beziehung und Regulation.
Missverständnisse
„Brauche ich erst eine Diagnose?“
+
Nein. Eine Diagnose kann in bestimmten Kontexten sinnvoll sein – für unsere Arbeit ist sie keine Voraussetzung. Wir orientieren uns an Ihrem tatsächlichen Erleben, nicht an einer Klassifikation.
Missverständnisse
„Kann sich mein Nervensystem überhaupt noch verändern?“
+
Ja. Neuroplastizität ist keine Frage des Alters. Sie ist eine Frage von Sicherheit, Wiederholung und Beziehung. Genau daran arbeiten wir.
Missverständnisse
„Warum reagiere ich, obwohl ich es besser weiß?“
+
Weil Wissen und Reaktion in unterschiedlichen Ebenen des Nervensystems entstehen. In akutem Stress ist die Ebene, die „es besser weiß“, oft gar nicht erreichbar. Das ist keine Willensschwäche – das ist Neurobiologie.
Vertraulichkeit
Wie steht es um Schweigepflicht und Diskretion?
+
Alle Gespräche unterliegen strengster Vertraulichkeit. Es werden keine Inhalte ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung geteilt – auch nicht mit Angehörigen oder Arbeitgeber:innen.
Vertraulichkeit
Wie werden meine Daten verarbeitet?
+
Nur so weit, wie es für die Zusammenarbeit notwendig ist. Details finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Sie müssen nicht wissen, was genau nicht stimmt. Sie müssen nicht die richtigen Worte haben. Ein Erstgespräch ist genau dafür da.