Neurocinematics Keynote, Film Director's Club 2025

Filme bewegen, berühren, erweitern Horizonte. Um dies zu ermöglichen, braucht es für Filmschaffende den Raum die eigene Entwicklung, die natürlichen biases und die uns alle innewohnenden blinden Flecken unserer Persönlichkeit vom Impliziten ins Explizite zu holen; sie so versteh- und veränderbar zu gestalten.

Nicht nur Spektakel, sondern eine Einladung zum Einlassen - emotional, transgenerational, kollektiv mit all der gesellschaftlichen Verantwortung, die dieses Medium so mit sich bringt. Narrative sind sinnstiftend. Der Mensch als Resonanzwesen: Intentionalität, Empathiefähigkeit und Identität als die großen Themen unserer Zeit; und doch kann ich Anderen stets nur in der Tiefe begegnen, in der ich mir selbst schon begegnet bin.  

Wenn Sie das Gefühl haben, emotionale Blockaden, unverarbeitete Erfahrungen oder sich wiederholende Muster halten Sie davon ab Ihr kreatives Optimum rauszuholen, melden Sie sich gern: twa@athinline.de  - im Folgenden einige Zahlen, Daten, Fakten aus dem Vortrag

MOBILE: Vorteile

Dokus und Charakterdramen lösen dank der hohen Initmität nachweislich mehr Emotionalität beim mobilen Ansehen aus als im Kino. Ebenso das Genre des Horrors.

 Für Kopfhörer: Frequnzmapping von 2-5 kHz optimal:

Dialoge verbessern die emotionale Verbindung zu den Charakteren, die Aktivierung der Amygdala wird (durch die Nähe zum Gehörgang) verstärkt, Details werden genauer wahrgenommen und über 40% besser erinnert.

- 42 % bessere Informationsspeicherung bei richtig ausgewogenem Ton

- 53 % höhere Zuschauerbeteiligung bei komplexen Erzählsequenzen

- 31 % bessere Erinnerung an Szenen bei Verwendung eines für Mobilgeräte optimierten Sounddesigns

HEIMKINO Vorteile

es entsteht ein einzigartig privater neuronaler Raum, der selbstbestimmtes Einlassen auf emotionale Szenen (bis zu 28% längere Verarbeitungszeit komplexer Inhalte), pausieren und innehalten erlaubt. Nicht als Affront dem Filmfluss gegenüber sondern als Geschenk der Intimität einzuordnen.

Studienergebnisse der Neurowissenschaften und Psychologie und ihre spannende Implikationen für die Zukunft des Films

kollektives Filmerlebnis: es gibt bis zu 95% idente Aktivierungsmuster bei der Duschszene von Psycho; sogar Herzfrequenz synchronisiert sich. Die Sequenz erzeugt eine Kaskade neuronaler Ereignisse:

Die ersten Einstellungen aktivieren die Schläfen-Scheiden-Verbindung und aktivieren das räumliche Bewusstsein. Das plötzliche Auftauchen der Schattenfigur löst eine sofortige Reaktion der Amygdala aus. Die schnelle Schnittsequenz ist mit natürlichen neuronalen Schwingungsmustern (ca. 4 Hz) koordiniert. Die kreischende Violinmusik aktiviert den auditorischen Kortex in einem Muster, das die Reaktion der Amygdala verstärkt. Die letzte Drain-Aufnahme ermöglicht die Reaktivierung des Default-Mode-Netzwerks, das die emotionale Wirkung verarbeitet.

Visuell

- Predition Errors machen etwas erst be MERKENswert

- wir brauchen Integrationsfenster; nach aufregenden Szenen haben sich  im Kino1-2 Sekunden eines visuellen Ruhepools bewährt um über 60% mehr Gedächtniskonsolidierung zu ermöglichen, mobil etwa die Hälfte. 

- Bewegung bewegt: zB als Aktivierung des vestibulären Systems (Gleichgewichtssinn) über die Kamerabewegung

Auditiv, mobile Optimierung:

- Dialoge müssen im Klangfeld weiter vorn eingemischt werden

- durch die techn. Einschränkungen verliert Bass an Wirkung 

- Crescendos für einen eingeschränkten Dynamikbereich erstellen

- PRÄZISION: sowohl in der Frequenzbalance als auch beim Platzieren von Umgebungsgeräuschen und der Abstimmung von Schnitt und Ton 

 MOBILE: Nachteile

Die Aufmerksamkeitsspanne und Fähigkeit zum immersiven und selbstvergessenen Erleben der Geschichte nehmen ab bzw. brauchen optimierte Schnittsequenzen und kürzere Einstellungen, optimale Länge für Serienblöcke: 15 Minuten.

Ablenkbarkeit und die Neigung zu multitasken können sich entwertend für die eigene Kunst anfühlen.

Actionblockbuster verlieren auf dem kleinen Bildschirm an Wirkkraft. 

Die nachrückenden Generationen erwarten Interaktivität, aber Gen Z kann dafür auch zB 43% besser einem split screen folgen als die älteren Zusehenden. Ausblick, schon bald real: neuroadaptives Kino mit Echtzeitmessungen der physischen Reaktionen und  individuelle Anpassung von Szenenübergängen und Farbkorrekturen.

HEIMKINO Nachteile

Die Erlebnisverstärkung durch kollektive Vorfreude, gemeinsames Schweigen (oder auch Auflachen, Erschrecken) in der Gruppenpräsenz und den rituellen Grenzraum des dunklen Saals bleiben aus. 

Narrative Prüfung und kritische Distanz finden verstärkt statt.

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Sources/Quellen:

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https://www.researchgate.net/profile/Andero-Uusberg/publication/341079631_Cinematographic_High-Contrast_Lighting_Can_Facilitate_Empathetic_Affective_Mimicry/links/5eb16114a6fdcc7050a9a4f6/Cinematographic-High-Contrast-Lighting-Can-Facilitate-Empathetic-Affective-Mimicry.pdf

cognitive metaphors represent an interface between perception and language: the semantic projection between two different domains of experience characterises main semantic processes of the linguistic articulation and perception. ->

https://www.ingentaconnect.com/content/plg/spiel/2003/00000022/00000002/art00006

https://www.cns.nyu.edu/~nava/MyPubs/Hasson-etal_NeuroCinematics2008.pdf

https://www.researchgate.net/publication/360065280_The_Neuroscience_of_Film 

https://www.frontiersin.org/journals/neuroscience/articles/10.3389/fnins.2023.1173704/full 

http://ereserve.library.utah.edu/Annual/FILM/3905/Lippard/filmand.pdf

https://www.nyu.edu/about/news-publications/news/2008/may/film_content_editing_and.html

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